Last Update 09.12.2011 13:35 Uhr

Yamaha TMax 530


Der perfekte Roller -

Yamaha TMax 530
Fast spielerisch lässt sich der Yamaha TMax 530 auch durch schnell folgende Kurvenpassagen bewegen, Lenkimpulse setzt der Roller sogleich in Richtungsänderungen um, ohne überhandlich zu wirken.
Stauraum unter der Sitzbank und die sehr hochwertige Verarbeitung untermauern des Rollers Ausnahmestellung. Etwas mehr Mut hätte Yamaha bei der Farbgestaltung zeigen können. Neben den offerierten Tönen Weiß, Schwarz, Silber und Grau fehlt leider eine richtige Farbe. Beim Antrieb sind die Techniker bis ins kleinste Detail gegangen. Der flüssigkeitsgekühlte Reihenzweizylinder-Viertaktmotor mit vier Ventilen, Einspritzung und G-Kat verfügt jetzt über einen Hubraum von 530 ccm (vorher 499 ccm) und leistet mit 46,5 PS drei mehr als der Vorgänger. Entscheidender ist der Drehmomentzuwachs: Erreichte das 2011er-Modell sein maximales Drehmoment von 46,1 Nm erst bei 6 500 U/min, so stehen beim 530er TMax die 52,3 Nm nun schon bei 5 250 U/min zur Verfügung. Diese bemerkenswerte Drehmomentstärke ist auf eine Reihe leichterer und effizienter arbeitender Komponenten im Motor zurückzuführen wie Schmiedekolben, dachförmige Brennräume und neue Nockenprofile. Auch der Ein- und Auslassbereich ist komplett neu. Die neue elektronische Benzineinspritzung besitzt jetzt Düsen mit zwölf Löchern statt wie bisher nur sechs – wie beim Supersport-Motorrad R6. Alle Maßnahmen sorgen für eine optimierte Leistungsentfaltung, die sich vor allem beim Beschleunigen bemerkbar macht. Ohne Verzögerung setzt der TMax Gasbefehle spontan und geschmeidig in Vortrieb um. Unterstützt wird der gleichmäßige Verlauf der Kraftentfaltung durch den neuen Sekundärantrieb, der nicht mehr wie beim Vorgängermodell aus im Ölbad gekapselten doppelten Ketten besteht, sondern mit einem Riemensystem arbeitet. Das reduziert nicht nur das Gewicht, sondern auch die Inspektions-Kosten. Der TMax ist der erste Roller, der statt eines Stahlrohrrahmens

ein Chassis aus Alu-Druckguss besitzt. Ein sicherer Geradeauslauf und stabile Fahr-Eigenschaften zählten dadurch schon immer zu den herausstechenden Eigenschaften des TMax. Beim 530er hat man durch leichte Modifikationen am Rahmen, eine veränderte Winkelstellung der Lenkereinheit und aufgrund von vier Kilo Gewichtsersparnis an der neuen Aluminium-Schwinge die Radlast Motorrad-ähnlich auf vorne 48 Prozent zu hinten 52 Prozent verteilt. Fast spielerisch, ohne zusätzlichen Kraft-Einsatz des Fahrers, lässt sich der TMax 530 auch durch schnell folgende Kurvenpassagen bewegen, Lenkimpulse setzt der Roller sogleich in Richtungs-Änderungen um, ohne überhandlich zu wirken. Zielgenau folgen die beiden 15-Zoll-Räder der vorgegebenen Richtung, der Fahrer hat stets die Kontrolle über das Geschehen. Der Yamaha TMax bietet einen perfekten Kompromiss aus einer sportlicher Abstimmung für die flotte Kurvenhatz und ausreichend Komfort durch ein verstärktes Federbein hinten, um auch für städtische Schlaglochpisten und den Zwei-Personenbetrieb gerüstet zu sein. Vorbildlich arbeiten zudem die Bremsen. Der 2012er TMax hat nun am Hinterrad eine auf 282 mm vergrößerte Brems-Scheibe, die in Kombination mit der 267 mm großen Doppel-Scheibenbremse mit Vierkolben-Bremszangen vorne arbeitet. Die Anlage lässt sich ausgezeichnet ohne größere Handkräfte dosieren. In Deutschland wird der Yamaha-Scooter ausschließlich inklusive ABS angeboten. Ab Ende März soll der TMax 530 in den Handel kommen. Mit 10995 Euro ist der Scooter wahrlich kein Sonderangebot. Wer aber Perfektion sucht, wird sich von dem Preis nicht schocken lassen. Denn wie heißt es bei Yamaha: Nothing but the Max.


Yamaha TMax 530
Der Yamaha TMax bildet seit seiner Einführung im Jahr 2001 die Messlatte für alle Scooter im Maxi-Bereich über 500 ccm Hubraum, er gilt sozusagen als perfekter Roller und hat jetzt mehr Hubraum und Leistung.
Norbert Meiszies/mid
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