Yamaha FZ8 ABS
Yamaha FZ8 ABS

Die FZ8 in erfrischender Streetfighter-Optik kann wahlweise auch mit ABS geordert werden.
Mit der FZ8 hat Yamaha einen echten Allrounder zum Schnäppchenpreis ab 7 595 Euro aufgelegt. Ein heißer Tipp für Einsteiger und erfahrene Biker gleichermaßen.
Düsseldorf - Ein kostengünstiges Allround-Motorrad hat Yamaha mit der FZ8 auf die 17-Zoll-Räder gestellt. Die Japanerin hat im letzten Jahr die FZ6 abgelöst, und weil heute die Mittelklasse nicht mehr bei 600 Kubik Hubraum angesiedelt ist, ist damit eine waschechte 800er an den Start gegangen.
Und was der Zweiradbauer da geschaffen hat, ist nicht von schlechten Eltern. Das Ergebnis ist ein Mittelklassemotorrad in einer erfrischenden Streetfighter-Optik, wahlweise sogar mit ABS ausgerüstet. Die mit dem Blockierverhinderer ausgerüsteten Modelle erkennt man übrigens unter anderem an dem kleinen Bugspoiler. Das Motorkonzept ist bewährt: 78 kW/106 PS aus vier Zylindern mit 779 ccm Hubraum, befeuert von einer elektronischen Einspritzanlage.
Schon der erste Eindruck von der FZ überzeugt. Hochwertig verarbeitet und mit liebevollen Details bestückt, kommt die Yamaha daher. Der wunderschöne, schwarz pulverbeschichtete Motor harmoniert hervorragend mit der schwarzen Lackierung und den goldfarbenen Tauchrohren der Upside-Down-Gabel. Und so wie sie aussieht, fährt
sie sich auch: mit einem gewissen Understatement, doch immer überzeugend und kraftvoll. Bereits ab Leerlaufdrehzahl schiebt der Motor gleichmäßig voran gutmütig, immer gut berechenbar und auch für blutige Einsteiger nicht überfordernd. Wenn es zackig vorwärts gehen soll, so ist jedoch einiges an Drehzahl nötig. Zum zügigen Überholen sollten schon 7 000 U/min auf dem gut ablesbaren Drehzahlmesser stehen. Dann geht richtig die Post ab. Für die wilde Landstraßenhatz muss die Schaltbox also häufiger zum Einsatz kommen. Doch die ist selbst für Yamaha-Verhältnisse extrem knochig und schwer zu schalten.
Das Metier der FZ8 sind naturgemäß kurvige Land- und Bergstraßen. Auf verwinkeltem Geläuf kann die hübsche Japanerin dann ihre Handlichkeit ausspielen. Spielerisch lässt sie sich durch die Wechselkurven bugsieren, auch wenn der störrische OE-Reifen Bridgestone BT21 hin und wieder die saubere Linie verwässert. Das Fahrwerk ist eher auf Komfort denn auf kompromisslose Sportlichkeit getrimmt. Mit Sozius stößt das hintere Zentralfederbein schnell an
Technische Daten Yamaha FZ8 ABS:
Straßenmotorrad mit flüssigkeitsgekühltem Reihen-Vierzylinder-Motor, 779 ccm, Leistung 78 kW/106PS bei 10 000 U/min, max. Drehmoment 82 Nm bei 8 000 U/min, elektronische Kraftstoffeinspritzung, G-Kat, Sechsganggetriebe, Sekundärantrieb per Kette, Sitzhöhe 81,5 cm, Tankinhalt 17,0 Liter, Reifen vorn 120/70 ZR 17, hinten 180/55 ZR 17, 43-mm-Upside-Down-Telegabel, Zentralfederbein hinten, Federweg 130 mm vorn und hinten, Federvorspannung hinten einstellbar, Gewicht fahrfertig 211 Kilogramm (ABS-Version: 216 kg), Zuladung 194 kg, Höchstgeschwindigkeit 218 km/h, Verbrauch 5,0 Liter Super auf 100 Kilometer; Preis: 7 595 Euro, ABS-Version: 8 495 Euro.