Last Update 02.08.2011 09:58 Uhr

Triumph Street Triple 2012


Frische Triple-Freuden zum Einstieg -

Triumph Street Triple 2012
Die Street Triple des Modelljahres 2012 hat Triumph jetzt schon am Start.
gebürstetem Metall auf. Neue Lenkeraufnahmen, gefräste Details an den Lenkergewichten und überarbeitete Blenden am Lenkkopf lassen die Street Triple noch hochwertiger erscheinen. Außerdem kommt sie nun in den Genuss des Aluminium-Lenkers von der hochwertigeren Street Triple R, dazu ist sie mit dem neuen Triumph-Instrumentarium ausgestattet. Technisch bleibt die 2012er Street Triple weitgehend unverändert: Nach wie vor begeistert der drehmoment starke Triple, der mit Einspritzung, zwölf Ventilen und einem Hubraum von 675 ccm eine Maximalleistung von 78 kW/106 PS bei 11 700 U/min generiert. Das ist für sich betrachtet schon sehr ordentlich, doch fürs Fahren ist die imposante Drehmomententwicklung wichtiger: Diese gipfelt bei 68 Newtonmeter bei 9200 U/min und verleiht dem Motor ein unglaublich breites nutzbares Drehzahlband. So überzeugt der Dreizylindermotor mit kräftigem Schub bereits aus niedrigen Drehzahllagen und sattem Druck im mittleren Bereich. Hektische Schalt-Manöver im gut abgestuften Sechsgang-Getriebe erübrigen sich. Durch Ortschaften rollt es sich locker und drehzahlschonend im vierten oder gar fünften Gang. Hinterm Ortsausgangs-Schild wird ohne herunter zu schalten einfach Gas gegeben und der Vortrieb fällt mehr als zufriedenstellend aus, denn auch in puncto Drehfreude kann der Triple begeistern. Damit erschöpft sich das Sinnerlebnis jedoch noch nicht: Bei seinem Weg durchs ganze Drehzahlband betört das Aggregat mit diesem unvergleichlichen Dreizylinder-Röhren, das durch cleveres Soundmanagement im Leerlauf wie bei einem harten Beschleunigen für eine kribbelnde Gänsehaut sorgt. Als Rückgrat fungiert ein Aluminium-Brückenrahmen, der direkt von der Supersport-Schwester Daytona 675

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abstammt. Federelemente und Bremsen sind zwar einfacherer Machart – an Einstellmöglichkeiten bietet die Street Triple nur die Justierung der Vorspannung am Zentralfederbein – der guten Funktionalität tut das jedoch keinen Abbruch. Die Street Triple marschiert unbeirrt mit hohem Tempo übers Landstraßengeläuf und erfreut mit guter Stabilität in Schräglage wie beim Tempobolzen auf der Autobahn. Lenkbefehle lassen sich über den konischen Leichtmetalllenker präzise einleiten, der zusammen mit der etwas höheren Sitzposition eine angriffslustige Fahrerhaltung bedingt. Damit kann die Street Triple mit Leichtigkeit im kurvigen Revier räubern. Exakt und völlig mühelos durcheilt sie selbst die kniffligsten Kurvenkombinationen. Erst bei engagierten Parforceritten wünscht man sich eine straffer agierende Dämpfung und Verstellmöglichkeiten auch der vorderen Feder, doch das bleibt der hochwertiger ausgestatteten Schwester Street Triple R vorbehalten. Diese zeigt für 9090 Euro übrigens die gleiche Aufwertung wie das Basismodell. Wird es dennoch mal zu flott, fangen die Doppelkolben-Schwimmsattelzangen mit zwei schwimmenden 308-mm-Bremsscheiben die Fuhre klaglos wieder ein. Manch versierter Sportfahrer mag hier zwar den giftigen Anfangsbiss vermissen, doch entsprechend dem Straßeneinsatz agieren die Bremsen sehr verlässlich und gut dosierbar. Das umfangreiche Instrumentarium im Cockpit weist alle wünschenswerten Funktionen bis hin zur Ganganzeige und Laptimer auf. Mit ihren unkomplizierten und fahraktiven Eigenschaften sowie dem formidablen Dreizylinder befriedigt die Street Triple selbst höhere Ansprüche – und das zum Triple-Einstiegspreis von 8 090 Euro.


Triumph Street Triple 2012
Im schimmerndem Imperial Purple lackiert, ist die Street Triple ein echter Hingucker.
Thilo Kozik/mid
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