Last Update 01.11.2010 11:52 Uhr

Triumph Speed Triple


Generalüberholter Kult

Triumph Speed Triple
Speed Triple einen neuen Rahmen, frontlastigere Gewichts-Verteilung und optimierte Ergonomie. Letzteres macht sich nach dem Aufsitzen durch eine optimierte Fahrerintegration bemerkbar. Heißt in der Praxis: Man sitzt tiefer, kommt besser mit den Füßen auf den Boden und hat den fast geraden Lenker allzeit gut zur Hand. Gerade der aktivere Haltung fordernde Aufbau verleiht der Maschine eine neue Handlichkeit. Auf der Privat-Renn-Strecke Ascari im öden Hinterland von Marbella legt die Engländerin eine bisher nicht gekannte Folgsamkeit an den Tag. Durch zwei hundsgemeine Schikanen flitzt die Speed Triple wieselflink hindurch. Auch das Umlegen geht trotz des nun montierten 190er-Hinterreifens leicht. Die Metzeler-Reifen Typ Racetec K3 Interact harmonieren wunderbar mit der einst so widerspenstigen Schönheit und holen viel Fahrdynamik aus dem britischen Kraftpaket heraus. Dafür zeichnet aber auch der kultige Dreizylindermotor 1050er Triumph Triple verantwortlich. Er ist ein kräftiger und drehmoment starker Antreiber. Dabei hat das Augenmerk der Motoren Entwickler nicht auf PS Protzerei gelegen, sondern auf Verfeinerung. Dadurch steigt das Drehmoment um acht Prozent auf 111 Nm bei 7750 U/min. Mit 3,7 kW/5 PS mehr liefert das neue Aggregat mächtige 99 kW/135 PS Spitzen-Leistung. Das sorgt für einen unnachahmlich bellenden Auspuff-Sound mitsamt röhrendem Ansaug-Schnorcheln, das bei motorradaffinen Menschen sofort Glückshormone freisetzt. Zwischen 4000 und 8500 Umdrehungen liegt ein breites nutzbares Drehzahlband,

Fotogalerie

das hektische Schaltmanöver überflüssig macht. Das ist auch gut so, denn obwohl dem Getriebe mehr Geschmeidigkeit verpasst worden ist, geht der Gangwechsel immer noch nicht butterweich vonstatten. Nach dem Test auf der Rennstrecke drehen die Techniker die Feder-Elemente vom Rennstreckentrimm auf die Werkseinstellung zurück. Jetzt darf die soeben noch übers Asphaltband gehetzte Speed Triple auf ihrem ureigenen Revier, den gewundenen Landstraßen um Ronda zeigen, was sie kann: Allzeit Vertrauen erweckende Handlichkeit beschert dort zügigen Fahrspaß. Auf dem teilweise üblen Untergrund beeindruckte die satte Straßenlage. Mit britischer Unbeirrtheit kommt sie auch auf abgenutztem Fahrbahnbelag souverän über die Runden, auch dank Bremsen, die sehr verlässlich reagieren. Durch die gelungene Fahrwerksmodernisierung ist auch das lästige Aufstellmoment beim Bremsen in Schräglage behoben, an dem die vorherige Speed Triple noch gekrankt hat. Leider standen die mit Spannung erwarteten ABS-Versionen noch nicht zur Testfahrt bereit, sie laufen erst etwas später vom Band. Fazit: Mit der neuen Speed Triple hat Triumph jetzt sein Vorzeigemodell erfolgreich generalüberholt, besonders ihre fahraktive Art kann überzeugen. In Deutschland werden die ersten ABS-losen Exemplare im November erwartet. Ihr Preis von 11245 Euro liegt erfreulicherweise unter dem der Vorgängerin. Spätestens im Dezember sollen dann die ersten ABS-Modelle für 11845 Euro zu haben sein.
Thilo Kozik/mid
Diese Seite bei Mister Wong bookmarken. Diese Seite bei Google bookmarken. Diese Seite bei Yahoo.com bookmarken. Diese Seite bei WebNews bookmarken. Diese Seite bei YiGG bookmarken. Diese Seite bei LinkARENA bookmarken.

Fahrbericht
Triumph Explorer

Malaga/Spanien - Der traditionsreiche britische Motorradsteller Triumph versteht sich auf den Bau klassischer

Fahrbericht
Honda Crosstourer

Tarragona/Spanien - Sportler sind out, Reiseenduros sind in, auf diesen kurzen Nenner lässt sich die

Rückrufaktion
Suzuki Burgman und V-Strom 650

Bensheim - Ab in die Werkstatt heißt es für alle Zweiradfahrer, die eine Suzuki DL 650 V- Strom oder einen Suzuki