Last Update 23.08.2011 09:56 Uhr

Pebble Beach - Concours dElegance


Automobile Höchstkultur -

Pebble Beach - Concours dElegance
Jeder der Ferraris kostet mehr als fünf Millionen Euro.
Oldtimer an der schroffen Felsenküste von Pebble Beach dem Urteil einer strengen Jury stellen. Star in diesem Jahr ist der sensationell restaurierte Voisin C-25 Aerodyne von Oldtimer-Mäzen Peter Mullin. Ich bin sehr froh, dass wir den Voisin hier zum ersten Mal auf einer Show zeigen können, grummelt der gewohnt wortkarge Geschäftsmann aus Los Angeles, Pebble Beach ist eben doch einzigartig. Hier gehört dieses phantastische Auto einfach hin. Was er verschweigt: die Restaurationskosten der französischen Luxuslimousine von 1934: mehr als 750 000 Dollar. Der Gesamtwert: unbekannt. Die Oldtimer, die es an Loch 18 des sagenumwobenen Golfkurses von Pebble Beach zu bestaunen gibt, gehören zu den teuersten Autos, die es gibt. Wo sonst gibt es ein Bugatti Typ 57C Gangloff Coupé von 1928, einen Allard J1 Competition von 1946 oder einen 1931er Marmon Sixteen zu sehen? Gerade die amerikanischen Preziosen von Packard oder Cadillac gibt es auch nicht auf der europäischen Konkurrenzveranstaltung zu sehen, die jedes Jahr im Frühjahr am Comer See stattfindet. Während auf dem Gelände der italienischen Villa d’Este gut 50 Fahrzeuge aus verschiedenen Epochen mit europäischem Schwerpunkt ins rechte Licht gerückt werden, geht es in Pebble Beach nach uramerikanischer Art etwas opulenter zu. Mehr als 200 Fahrzeuge tuckern im Morgengrauen durch das Spalier der fachkundigen Zuschauer. Das Stammpublikum weiß, dass Fahrzeuge wie der 1894er Benz Victoria
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oder unrestaurierte BMW 328 Roadster am besten vor neun Uhr zu bestaunen sind. Danach wird es voll – sehr voll. Das wohl betuchte Publikum präsentiert sich derweil unweit des perfekt herausgeputzten Untersatzes im rechten Licht. Längst geht es in Pebble Beach um mehr als um die teuersten Oldtimer der Welt. Autohersteller aus Asien, Europa und den USA wissen das ebenso finanz- wie imagestarke Fluidum des Events zu schätzen und zeigen neue Schönheiten. In diesem Jahr ließ BMW erstmals seinen neuen M5 von der Leine. 412 kW/560 PS stark und mit aufgepustete Backen raubt er selbst hartgesottenen Autofans die Sinne. Kaum weniger sehenswert der Lexus GS, der erst im Sommer 2012 nach Europa kommt und die schmalen Verkaufszahlen des Vorgängers vergessen machen will. Lotus sorgte im Rahmenprogramm des Concours ebenfalls für Aufsehen. Der Lotus Evora GTE soll ab nächstem Jahr auf den Rennstrecken dieser Welt Angst und Schrecken verbreiten. Noch bulliger: der noch junge Lamborghini Aventador oder die Studie des Cadillac Ciel. Visuelle Höhepunkte bei der 61. Auflage des Concours d’Elegance von Pebble Beach waren die Sonderausstellungen zu 125 Jahren Mercedes-Benz, 100 Jahre Stutz und die ebenso beeindruckenden wie exorbitant teuren Ferrari 250 GTO. Jeder der legendären Renner kostet weit über fünf Millionen Euro. Da würde es Stefanie an der CVS-Kasse wohl die Sprache verschlagen.


Pebble Beach - Concours dElegance
Hier zwei Mercedes-Modelle bei der wohl exklusivsten Oldtimer-Veranstaltung der Welt.
Stefan Grundhoff/mid
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