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Elektromobilität
Last Update 07.07.2011 15:33 Uhr
Opel-Chef Stracke
setzt auf leistungsstarke Akkus -
 Akkus für Elektroautos sind derzeit teuer und verfügen über begrenzte Reichweite. Der jetzt vorgestellte Opel Ampera löst dieses Problem durch einen kleinen Benzin-Motor, der bei Bedarf den E-Motor mit Strom versorgt.
Auf günstigere und leistungsstärkere Akkus für Elektroautos setzt der neue Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke. Das ist auch nötig, denn ohne Fortschritte in der Speichertechnik droht der Euphorie um alternative Antrieb der Saft auszugehen. Den Haag/Niederlande - Große Erwartungen setzt Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke in die Fortschritte bei der Entwicklung von Akkus für Elektroautos. Eine Halbierung der Kosten bei einer Verdoppelung der Leistungsdichte hält er innerhalb von drei Jahren für realisierbar, sagte der neue Vorstandschef der Rüsselsheimer am Rande der Premiere des Opel Ampera im niederländischen Den Haag. Sollte sich diese Hoffnung erfüllen, böte dies auch für seine Marke neue Entwicklungsperspektiven im Bereich der elektrischen Antriebe. Denn bisher schieben Kosten und Gewicht der Stromspeicher der Verbreitung von rein batterieelektrischen Fahrzeugen herstellerübergreifend einen Riegel vor.
Die bisher vorgestellten Elektroautos sind daher vor allem Kleinwagen, die mit einer Akku-Ladung im Alltag maximal auf eine Reichweite von 100 Kilometern kommen. Ihr Revier finden sie daher vor allem in der Nische: im innerstädtischen und stadtnahen Bereich. Auch Opel plant, bis Ende 2013 den Cityflitzer Junior an den Start zu bringen. Sofern sie überhaupt in den freien Verkauf gehen, kosten Elektro-Kleinwagen
aktuell aber 35 000 Euro und aufwärts. Das Dilemma liegt in der Natur der Sache Stromer: Um auf eine Reichweite von 500 Kilometern zu kommen, würden auch die Lithium-Ionen-Akkus der nächsten Generation in einigen Jahren noch 800 Kilogramm wiegen, rechnen die Rüsselsheimer Ingenieure vor.
Der neue Ampera kompensiert dieses systemimmanente Problem durch einen Range Extender: Ein kleiner 1,4 Liter-Benziner treibt einen Generator an, der den Elektromotor anstelle der Akkus mit Betriebsstrom versorgen kann. Aber auch im ab 42 900 Euro erhältlichen Ampera machen allein die knapp 200 Kilo schweren Energiespeicher noch 60 Prozent der Kosten aus. Hier haben wir das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht, ist Opel-Boss Stracke sicher, der zuvor als globaler GM-Chefentwickler für neue Fahrzeuge und Technik-Innovationen verantwortlich war.
Das scheint auch nötig, denn die Akzeptanz von alternativ angetriebenen Autos steht und fällt mit zwei Größen: Ihrer Reichweite und dem Preis. Das zeigen auch die Zulassungszahlen in Deutschland, die bisher gerade einmal einige hundert Elektroautos in
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privater Hand ausweisen. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch eine aktuelle Studie der Boston Consulting Group (BCC). Demnach sind nur neun Prozent der europäischen Autofahrer bereit, mehr Geld für ein E-Mobil auszugeben, wenn sich die Mehrkosten nicht bald amortisieren. Mit 44 Prozent wären dagegen knapp die Hälfte der Befragten bereit dazu, wenn sich der hohe Kaufpreis durch günstigere Betriebskosten ausgleichen ließe.
Zwar rüsten sich die Hersteller weltweit für einen Elektroboom und wollen bis 2015 Kapazitäten für 1,6 Millionen Elektroautos schaffen. Wegen des hohen Preises rechnen Experten wie Willi Dietz vom Nürtinger Institut für Automobilwirtschaft aber nur mit einem Absatz von 500 000 Elektroautos bis 2015. Laut aktueller BCC-Prognose werden im Jahre 2020 Hybrid und Elektroautos nur 15 Prozent aller verkauften Fahrzeuge ausmachen. Fortschritte in der Speichertechnik sind also dringend nötig, denn erst sie können neben staatlichen Kaufanreizen Elektro- und Hybridautos auch absatzmäßig auf die Überholspur bringen.
 Große Erwartungen setzt Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke in die Fortschritte bei der Entwicklung von Akkus für Elektroautos.
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Fotos: Opel
Markus Henrichs/mid
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Den Haag/Niederlande - Große###Erwartungen setzt Opel- Chef Karl-###Friedrich Stracke in die Fortschritte bei###der Entwicklung von Akkus für###Elektroautos. Eine Halbierung der###Kosten bei einer Verdoppelung der###Leistungsdichte hält er innerhalb von###drei Jahren für realisierbar, sagte der###neue Vorstandschef der Rüsselsheimer###am Rande der Premiere des Opel###Ampera im niederländischen Den###Haag. Sollte sich diese Hoffnung###erfüllen, böte dies auch für seine Marke###neue Entwicklungsperspektiven im###Bereich der elektrischen Antriebe. Denn###bisher schieben Kosten und Gewicht###der Stromspeicher der Verbreitung von###rein batterieelektrischen Fahrzeugen###herstellerübergreifend einen Riegel vor.###
Die bisher vorgestellten Elektroautos###sind daher vor allem Kleinwagen, die###mit einer Akku- Ladung im Alltag###maximal auf eine Reichweite von 100###Kilometern kommen. Ihr Revier finden###sie daher vor allem in der Nische: im###innerstädtischen und stadtnahen###Bereich. Auch Opel plant, bis Ende 2013###den Cityflitzer Junior an den Start zu###bringen. Sofern sie überhaupt in den###freien Verkauf gehen, kosten Elektro-###Kleinwagen aktuell aber 35 000 Euro###und aufwärts. Das Dilemma liegt in der###Natur der Sache Stromer: Um auf eine###Reichweite von 500 Kilometern zu###kommen, würden auch die Lithium-###Ionen- Akkus der nächsten Generation###in einigen Jahren noch 800 Kilogramm###wiegen, rechnen die Rüsselsheimer###Ingenieure vor.###
Der neue Ampera kompensiert dieses###systemimmanente Problem durch###einen Range Extender: Ein kleiner 1,4###Liter- Benziner treibt einen Generator###an, der den Elektromotor anstelle der###Akkus mit Betriebsstrom versorgen###kann. Aber auch im ab 42 900 Euro###erhältlichen Ampera machen allein die###knapp 200 Kilo schweren###Energiespeicher noch 60 Prozent der###Kosten aus. Hier haben wir das Ende###der Fahnenstange noch nicht erreicht,###ist Opel- Boss Stracke sicher, der zuvor###als globaler GM- Chefentwickler für###neue Fahrzeuge und Technik-###Innovationen verantwortlich war.###
Das scheint auch nötig, denn die###Akzeptanz von alternativ angetriebenen###Autos steht und fällt mit zwei Größen:###Ihrer Reichweite und dem Preis. Das###zeigen auch die Zulassungszahlen in###Deutschland, die bisher gerade einmal###einige hundert Elektroautos in privater###Hand ausweisen. Zu einem ähnlichen###Ergebnis kommt auch eine aktuelle###Studie der Boston Consulting Group###(BCC). Demnach sind nur neun Prozent###der europäischen Autofahrer bereit,###mehr Geld für ein E- Mobil auszugeben,###wenn sich die Mehrkosten nicht bald###amortisieren. Mit 44 Prozent wären###dagegen knapp die Hälfte der Befragten###bereit dazu, wenn sich der hohe###Kaufpreis durch günstigere###Betriebskosten ausgleichen ließe.###
Zwar rüsten sich die Hersteller weltweit###für einen Elektroboom und wollen bis###2015 Kapazitäten für 1,6 Millionen###Elektroautos schaffen. Wegen des###hohen Preises rechnen Experten wie###Willi Dietz vom Nürtinger Institut für###Automobilwirtschaft aber nur mit einem###Absatz von 500 000 Elektroautos bis###2015. Laut aktueller BCC- Prognose###werden im Jahre 2020 Hybrid und###Elektroautos nur 15 Prozent aller###verkauften Fahrzeuge ausmachen.###Fortschritte in der Speichertechnik sind###also dringend nötig, denn erst sie###können neben staatlichen Kaufanreizen###Elektro- und Hybridautos auch###absatzmäßig auf die Überholspur###bringen.