Last Update 26.09.2011 10:05 Uhr

Hyosung GT 650i Naked


Eine Frage des Preises -

Hyosung GT 650i Naked
Die Hyosung GT 650i Naked ist ein echter Preisbrecher. Sie kostet 4 895 Euro.
dritte Eindruck nach den ersten Kilometern entlarvt die GT 650i nicht als Billig-Bike. Zwar liegt der Schalthebel ein wenig eng am Motorblock, aber das trübt den Fahrgenuss nicht übermäßig. Der grundsätzlich positive Eindruck sollte bis zum Ende der Testfahrten anhalten. Dass der Motor Drehzahlen im höheren vierstelligen Bereich braucht und die sechs Gänge fleißig geschaltet werden müssen, soll es zügig vorangehen, ist bei dem Hubraum und der Motor-Charakteristik kein Wunder. Die Maximalleistung liegt bei 9 250 U/min und das maximale Drehmoment ist mit 67 Nm bei 7 250 U/min nicht gerade üppig. Das Fahrwerk zeigt zwar keine ausgeprägten Schwächen, und die GT hält die eingeschlagene Linie durch die Kurven, braucht aber dazu eine kundige Hand am Lenker. Allzu forscher Vorwärtsdrang ist nur bedingt ratsam, extreme Anforderungen beantwortet die Koreanerin mit Unruhe im Fahrwerk, was auch an den nicht allzu geschmeidigen Federelementen liegt. Immerhin: Die Bremsen packen ordentlich zu, ein exakterer Druckpunkt im Bremshebel wäre jedoch wünschenswert. Ansonsten schlägt sich die nackte Hyosung recht wacker, sie leistet sich keine weiteren Schwächen, auch nicht auf der Autobahn. Die vom Hersteller

angegebene Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h erreichten wir nicht annähernd, schon bei gut 190 km/h war Schluss, aber mit diesem Tempo fährt man normalerweise sowieso nicht auf Dauer mit einem unverkleideten Motorrad. Aber auch ohne rasante Etappen hatte die GT 650i Naked einen ordentlichen Durst: 5,6 Liter genehmigte sie sich im Schnitt auf 100 Kilometer, der 17-Liter-Tank reicht also theoretisch für gut 300 Kilometer. Alles in allem ist die Hyosung eine durchaus ernst zu nehmende Alternative, und das nicht nur wegen ihres konkurrenzlos niedrigen Preises. Die Verarbeitung ist ordentlich, die Fahrleistungen sind gut, die Optik stimmt, die Haltegriffe für den Soziusplatz gefallen sogar mit außerordentlichem Design, die LED-Rückleuchten entsprechen dem derzeit modernsten technischen Standard im Motorradbau, und obendrein haben die Hersteller dem vermeintlichen Billig-Bike sogar eine Warnblinkleuchte spendiert - auch das ist keinesfalls in dieser Preisklasse üblich. Wer mit der Hyosung vorfährt, demonstriert Preisbewusstsein und darf sich nicht wundern, wenn sein fahrbarer Untersatz für deutlich wertvoller geschätzt wird. Gutes muss nicht teuer sein.


Hyosung GT 650i Naked
Der Lenker ist breit und vermittelt das Gefühl, das Bike gut im Griff zu haben.
Werner Wagner/mid
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