Last Update 09.01.2011 13:01 Uhr

Harley Davidson XL883L SuperLow


Präsentation: Tief und cool

Harley Davidson XL883L SuperLow
Zentimetern befindet, bekommen auch zierlichere Menschen die Füße auf den Boden, während der ebenfalls neue Lenker eine aufrecht-entspannte Sitzhaltung erlaubt.Den Fahrkomfort kann man durchaus als geschmeidig bezeichnen: Größere Federwege vorn und hinten und das verwindungssteife Fahrwerk sorgen trotz des nicht gerade federleichten Gewichts von 260 Kilogramm für einen quirligen Charakter. Der wird zwar in Kurven durch die früh aufsetzenden Fußrasten beizeiten limitiert. Doch die SuperLow will ohnehin kein Sportgerät sein, sondern einfach nur eine ebenso leicht wie launig zu fahrende Harley. Für Schub sorgt der bekannte V-Twin mit 883 ccm Hubraum, Kraftstoff-Einspritzung und silber farbenem Outfit. Der luftgekühlte Zweizylinder leistet 39 kW/53 PS, die bei 5 900 Touren anstehen, während das maximale Drehmoment von 70 Nm bei 3 750 U/min erreicht wird. Zusätzlich wird eine 34 PS starke Einsteigerversion angeboten, die ein maximales Dreh-moment von 62 Newtonmetern abliefert. Eine eher kurze Übersetzung - das Hinterrad wird via Zahnriemen angetrieben - erlaubt eine kernige Beschleunigung, während die Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h ein eher theoretischer Wert bleibt, da der Fahrtwind zu sehr an einem zerrt. Auf den neuen

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Gussrädern mit schwarzen Speichen und polierten Felgenrändern sind serienmäßig Radialreifen des Typs Michelin Scorcher 11 montiert, wobei der vordere 120er wie der hintere 150er Pneu in Profil, Kontur und Karkasse eigens für die SuperLow entwickelt wurden und sich sehr ordentlich auch um enge Ecken zirkeln lassen. Indes ist die Niederquerschnittsoptik des Hinter-Reifens recht gewöhnungsbedürftig. Als positiv muss man das erfreulich opulente Volumen des Tanks bezeichnen: 17 Liter fasst der Stahl-Behälter, was in Kombination mit dem bekannt moderaten Verbrauch sehr ordentliche Reichweiten erlaubt. Indes wird man diese Distanzen meist alleine bewältigen müssen. Zwar gibt es im offiziellen Zubehörprogramm einen nachrüstbaren Soziussitz für 120 Euro, doch wirklich bequem dürfte das Sitzbrötchen kaum sein. Vielleicht aber ist das auch ganz gut so. Immerhin lockt die handliche SuperLow geradezu auf abgelegene Land-Sträßchen, die speziell an einem einsam-frühen Sonntagmorgen das ideale Terrain darstellen, um die Seele baumeln zu lassen. Auf der in drei Farbvarianten erhältlichen SuperLow geht das besonders gut. Man muss nur den Einstieg wagen - und der beginnt bei 8 295 Euro.
Heiko P. Wacker/mid
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