Last Update 08.09.2010 15:19 Uhr

Friedel Münch Ausstellung


Dauerausstellung zeigt 26 Unikate

Friedel Münch Ausstellung
Maschinen bei Münchfans bis heute verbreitet. Die Entscheidung einen 55 PS starken 1000er NSU Vierzylindermotor für ein Motorrad umzurüsten machte Friedel Münch schlagartig zum Vorreiter der Konstruktionstechnik. Für spätere Ausbaustufen verwendete Friedel Münch NSU Motoren bis 1.400 ccm und einer Leistung von über 100 PS. Die Münch Motorräder erfreuten sich schnell großer Beliebtheit, doch durch die aufwendige, individuelle Fertigung der Maschinen war immer wieder finanzielle Unterstützung von außen für den Betrieb notwendig. 1973 kam es schließlich zum Konkurs des Betriebs in Altenstadt Hessen, wodurch die Markenrechte 1974 an den Lebensmittel großhändler Heinz W. Henke übergingen. Nach zweijähriger Zusammenarbeit mit Friedel Münch trennten sich 1976 die Wege. Während Henke die Produktion im ursprünglichen Münch Betrieb nach insgesamt 478 gebauten Münch Motorrädern 1980 einstellte, setzte Münch sein Werk wieder allein fort und baute weiter speziell nach Kundenwunsch und verkaufte seine Maschinen unter dem Namen Horex oder Titan. Sein letztes großes Projekt stellte Friedel Münch gemeinsam mit dem

Würzburger Unternehmer Thomas Petsch 2001 auf die Beine die Kleinserienproduktion der Mammut 2000. Allerdings konnten von den ursprünglich geplanten 250 Stück nur 15 Maschinen gebaut werden, da die Kosten für die extrem aufwendige Fertigung den geplanten Verkaufspreis bei weitem überstiegen. Das Motorrad der Spitzenklasse ist mit 260 PS ein absolutes Kraftpaket (die Höchst geschwindigkeit wird bei 250 km/h elektronisch abgeregelt). Die Friedel Münch Ausstellung im Technik Museum Speyer zeigt einen einzigartigen Einblick in die Motorrad Konstruktions kunst von Friedel Münch. Zu sehen sind unter anderem ein Exemplar der Münch Mammut 2000 und der entsprechende Prototyp, ca. 30 Motorradtanks, die alle passgenau für Maschine und Fahrer angefertigt und individuell gestaltet wurden, zwei seltene Umbauten mit Beiwagen und ein Trike, in dem ebenfalls Münch Teile verwendet wurden. Außerdem präsentiert das Museum die sogenannte Daytona Bombe, ein Motorrad, das für den Stunden weltrekord im Speedway von Daytona Beach USA im Jahr 1970 entwickelt und gebaut wurde.
Pressestelle Speyer
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