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Fahrbericht
Last Update 09.01.2009 18:06 Uhr
Fahrbericht Aprilia RSV Mille Modell 2007
Italienischer Genuss
 Die Aprilia RSV Mille darf wirklich ohne Übertreibung als vollends gelungen bezeichnet werden
Bei der Betrachtung der Aprilia RSV 1000 Mille weis das Auge gar nicht, welches Detail es zuerst wahrnehmen soll. Sei es die formschöne, nein formvollendete Bananenschwinge, die edel wirkende Gabelbrücke, die tollen Handpumpen für Bremse und Kupplung oder, oder, oder...... alles an der Mille bis hin zur letzten Schraube wirkt hochwertig und edel. Wenn die Italiener eines können, dann ist es Motorräder zu kreieren, die den Eindruck erwecken, sie seien Einzelstücke für die Rennstrecke.
Von den angriffslustigen Frontscheinwerfern über den schmalen Tank (was für eine Taille!) bis hin zu dem flachen Heck mit der integrierten Beleuchtungsanlage wirkt die Aprilia RSV Mille wie aus einem Guss. Vom Design her sind die Italiener noch immer richtungsweisend.
Nun aber genug der optischen Betrachtung; schließlich geht es ja hier um einen Fahrbericht. Meine Erwartungen an die Mille sind hochgesteckt, durfte ich ja schon vor ein paar Jahren das 2001er Model testen und war anschließend voll auf begeistert. Und ohne all zuviel vorweg zu nehmen, auch diesmal sollte ich nicht enttäuscht werden.
Die erste Sitzprobe überrascht trotz einer, zwar sportlich vorderradorientierten Haltung, mit nur geringem Druck auf die Handgelenke. Dank des durch die Bauart des Motors bedingten schmalen, ergonomisch einwandfrei geformten Tanks habe ich einen hervorragenden Knieschluss und fühle mich auf der Mille auf Anhieb wie zu Hause. Die Bedienelemente liegen gut zur Hand und das Kombiinstrument mit den umfangreichen Informationen und dem rennmäßigen Schaltblitz gut im Blickfeld.
Ein Druck auf den Anlasserknopf und der 143 Pferdestärken starke 60 Grad V 2 (143 PS bei 10.000 U/Min.) nimmt unter erwartungssteigerndem Grollen seine Arbeit auf. Schon jetzt treibt es mir ein Grinsen ins Gesicht. Mich erwartet zweifellos ein tolles Wochenende. Behutsam lege ich den ersten Gang des sauber und exakt schaltenden Sechsganggetriebes ein und lasse die hydraulisch
 Auch die Topspeed mit über 280 km/h ist allemal ausreichend. Dabei kommt mir in Sachen Windschutz meine Länge von 1,76 Metern entgegen. Wie sich die Verkleidung bei größeren Fahrern auswirkt, vermag ich nicht zu beurteilen, ich empfand sie als ausreichend für einen Supersportler.
Das maximale Drehmoment von 103 NM liegt dann auch bei 8.000 U/Min. an. Ich muss gestehen, dass mich sportliche Zweizylinder vom Schlage eine Duc oder eine Mille immer fasziniert haben. Was aber nicht heißen soll, dass ich befangen bin. Dieser Bums von unten ist einfach emotionsfördernd. Nichts gegen sportliche Vierzylinder, aber wie ein V 2 aus den Ecken heraus, bei geringer Drehzahl beschleunigt werden kann, hat einfach den höheren Grinsfaktor. Die Art, wie die RSV Mille ihre Leistung abgibt, diese Gleichmäßigkeit, dieser Wumms, ich bin begeistert. Wer braucht schon 180 PS oder mehr. Die 143 Pferdestärken der Mille sind klasse handelbar gut zu beherrschen und das ist es, was wirklich zählt. betätigte Kupplung kommen. (Endlich einmal eine Hydraulikkupplung, die leichtgängiger als eine Seilzugkupplung ist!). Ab 3.000 U/Min. steht die Mille unter Dampf, um bei 6.000 U/Min. bis hin in den fünfstelligen Bereich nochmals zuzulegen. Dabei darf die Art der Leistungsabgabe durchaus als gleichmäßig bezeichnet werden. Typisch zweizylindrisch ist der große Druck aus dem Drehzahlkeller; eher ungewöhnlich ist, dass die Mille auch bei höheren Drehzahlen eher noch zulegt und ihr im oberen Drehzahlbereich nicht die Luft ausgeht.
Lasse ich es die ersten Kilometer noch etwas zurückhaltend angehen, animiert mich die Mille nach und nach immer mehr zur sportlichen Gangart. Das tolle Handling der vollgetankt 212 Kilogramm leichten Aprilia mit ihrem vorbildlichen Einlenkverhalten und der untadeligen Kurvenstabilität lassen mich immer vertrauter mit ihr werden. Die Fahrwerkskomponenten mit der Öhlins UpsideDownGabel, die schon optisch ein Schmankerl ist, und dem zentralen Federbein überzeugen trotz straffer Einstellung mit einem Ansprechverhalten, wie ich es von Serienteilen bislang noch nicht kannte. Dass die Federelemente natürlich voll einstellbar sind, erwähne ich nur der Vollständigkeit halber. Das Fahrwerk der Mille ist einfach ein Gedicht. Und vor allem: so kann man die Leistung von 143 PS auch wirklich abrufen, ohne das Gefühl zu haben, man würde sich stetig im Grenzbereich bewegen. Mir jedenfalls sind 143, die ich beherrsche lieber, wie 180 oder mehr PS, die mich beherrschen. Darf man doch daran Zweifel haben, dass Nichtprofis knapp 200 PS wirklich beherrschen oder gar
Die Aprilia RSV Mille darf wirklich ohne Übertreibung als vollends gelungen bezeichnet werden. Wer einen Supersportler sucht, der auch über ein notwendiges Maß an Alltagstauglichkeit verfügt, Individualität groß schreibt und Wert auf die Praxistauglichkeit und nicht auf reine Leistungsangaben legt, der wird nicht darum herumkommen, sich eingehender mit der Mille zu beschäftigen. Mir jedenfalls hat es einen Riesenspaß gemacht, die 143 PS der Mille in diesem Klassefahrwerk auszutesten und wenn ich darüber schreibe, treibt es mir schon wieder ein leichtes Grinsen ins Gesicht.
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ausquetschen können.
Was in der Mille steckt, zeigt sie mir, als ich mit zwei Freunden auf der Nordschleife (nördliches Rheiderland) unterwegs bin. Fahrwerk und Leistungsentfaltung sind einfach phänomenal. Die vordere Bremsanlage steht dem in Sachen Bremswirkung und Verzögerung in nichts nach. Die leicht progressiv wirkende Anlage ist gut zu dosieren, da sie nicht zu empfindlich arbeitet. Das Umlegen in schnellen Wechselkurven macht einfach nur Spaß. Mit Druck beschleunige ich aus der Kurve, um es auf der Geraden richtig fliegen zu lassen. Vor der nächsten Kurve hart bremsen und einlenken. Das Grinsen in meinem Gesicht wird immer breiter. Zielgenau lenkt die Mille ein und durcheilt die Kurve auf einem sauberen Strich. Ob enge Zweitegangkehre oder schnelle Kurve, die Aprilia überzeugt durch Einlenkverhalten, Zielgenauigkeit und Kurvenstabilität. Selbst üble Asphaltflicken und Fahrbahnaufbrüche bügeln die sensiblen Dämpferelemente einfach weg.
Eine kleine Zigarettenpause an der Ems gibt mir noch einmal Gelegenheit, mit die tolle Verarbeitung und die mit Liebe zum Detail gefertigten Anbauteile genau zu betrachten. Fast unglaublich, wie edel eine Tausender aussehen kann, die mit ihrem Kaufpreis von 13.699,00 Euro nicht teuerer ist, als die Mitbewerber in dieser Sportklasse. Kritikpunkte sind einfach nicht zu finden, sieht man mal über die eingeschränkte Rücksicht in den dafür formschönen und mit integrierten Blinkern bestückten Rückspiegeln hinweg. Mehr gibt es beim besten Willen nicht herumzumeckern.
 Der Verbrauch liegt mit gut 7 Litern bei sportlicher Fahrweise im akzeptablen Bereich. Das Tankvolumen von 14 Litern fordert nach knapp 200 Kilometern einen Stop. Dieser wird aber von der Tankkontrollleuchte rechtzeitig angezeigt. Auch ansonsten bietet das Cockpit ausreichende und gut ablesbare Informationen.
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Gran Canaria/Spanien - Fahrer von Einzylinder- Motorrädern galten schon immer als besonders eigen. Mittendrin
Costa Adeje/ Teneriffa - Am Anfang war der Einzylinder, dann kam der Boxer und mit ihm der Siegeszug der BMW GS, in
Portimao/Portugal - Ungeachtet des naturgemäß schnelllebigen Charakters des Supersport- Genres findet sich hier
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Wenn die Italiener eines können, dann###ist es Motorräder zu kreieren, die den###Eindruck erwecken, sie seien###Einzelstücke für die Rennstrecke.
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###Von den angriffslustigen###Frontscheinwerfern über den schmalen###Tank (was für eine Taille!) bis hin zu###dem flachen Heck mit der integrierten###Beleuchtungsanlage wirkt die Aprilia###RSV Mille wie aus einem Guss. Vom###Design her sind die Italiener noch###immer richtungsweisend.
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###Nun aber genug der optischen###Betrachtung; schließlich geht es ja hier###um einen Fahrbericht. Meine###Erwartungen an die Mille sind###hochgesteckt, durfte ich ja schon vor ein###paar Jahren das 2001er Model testen###und war anschließend voll auf###begeistert. Und ohne all zuviel vorweg###zu nehmen, auch diesmal sollte ich###nicht enttäuscht werden.
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###Die erste Sitzprobe überrascht trotz###einer, zwar sportlich###vorderradorientierten Haltung, mit nur###geringem Druck auf die Handgelenke.###Dank des durch die Bauart des Motors###bedingten schmalen, ergonomisch###einwandfrei geformten Tanks habe ich###einen hervorragenden Knieschluss und###fühle mich auf der Mille auf Anhieb wie###zu Hause. Die Bedienelemente liegen###gut zur Hand und das Kombiinstrument###mit den umfangreichen Informationen###und dem rennmäßigen Schaltblitz gut###im Blickfeld.
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###Ein Druck auf den Anlasserknopf und###der 143 Pferdestärken starke 60 Grad V###2 (143 PS bei 10.000 U/Min.) nimmt###unter erwartungssteigerndem Grollen###seine Arbeit auf. Schon jetzt treibt es mir###ein Grinsen ins Gesicht. Mich erwartet###zweifellos ein tolles Wochenende.###Behutsam lege ich den ersten Gang###des sauber und exakt schaltenden###Sechsganggetriebes ein und lasse die###hydraulisch betätigte Kupplung###kommen. (Endlich einmal eine###Hydraulikkupplung, die leichtgängiger###als eine Seilzugkupplung ist!). Ab 3.000###U/Min. steht die Mille unter Dampf, um###bei 6.000 U/Min. bis hin in den###fünfstelligen Bereich nochmals###zuzulegen. Dabei darf die Art der###Leistungsabgabe durchaus als###gleichmäßig bezeichnet werden.###Typisch zweizylindrisch ist der große###Druck aus dem Drehzahlkeller; eher###ungewöhnlich ist, dass die Mille auch###bei höheren Drehzahlen eher noch###zulegt und ihr im oberen###Drehzahlbereich nicht die Luft ausgeht.
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###Lasse ich es die ersten Kilometer noch###etwas zurückhaltend angehen, animiert###mich die Mille nach und nach immer###mehr zur sportlichen Gangart. Das tolle###Handling der vollgetankt 212 Kilogramm###leichten Aprilia mit ihrem vorbildlichen###Einlenkverhalten und der untadeligen###Kurvenstabilität lassen mich immer###vertrauter mit ihr werden. Die###Fahrwerkskomponenten mit der Öhlins###UpsideDownGabel, die schon optisch###ein Schmankerl ist, und dem zentralen###Federbein überzeugen trotz straffer###Einstellung mit einem###Ansprechverhalten, wie ich es von###Serienteilen bislang noch nicht kannte.###Dass die Federelemente natürlich voll###einstellbar sind, erwähne ich nur der###Vollständigkeit halber. Das Fahrwerk###der Mille ist einfach ein Gedicht. Und vor###allem: so kann man die Leistung von###143 PS auch wirklich abrufen, ohne das###Gefühl zu haben, man würde sich stetig###im Grenzbereich bewegen. Mir###jedenfalls sind 143, die ich beherrsche###lieber, wie 180 oder mehr PS, die mich###beherrschen. Darf man doch daran###Zweifel haben, dass Nichtprofis knapp###200 PS wirklich beherrschen oder gar###ausquetschen können.
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###Was in der Mille steckt, zeigt sie mir, als###ich mit zwei Freunden auf der###Nordschleife (nördliches Rheiderland)###unterwegs bin. Fahrwerk und###Leistungsentfaltung sind einfach###phänomenal. Die vordere Bremsanlage###steht dem in Sachen Bremswirkung und###Verzögerung in nichts nach. Die leicht###progressiv wirkende Anlage ist gut zu###dosieren, da sie nicht zu empfindlich###arbeitet. Das Umlegen in schnellen###Wechselkurven macht einfach nur###Spaß. Mit Druck beschleunige ich aus###der Kurve, um es auf der Geraden###richtig fliegen zu lassen. Vor der###nächsten Kurve hart bremsen und###einlenken. Das Grinsen in meinem###Gesicht wird immer breiter. Zielgenau###lenkt die Mille ein und durcheilt die###Kurve auf einem sauberen Strich. Ob###enge Zweitegangkehre oder schnelle###Kurve, die Aprilia überzeugt durch###Einlenkverhalten, Zielgenauigkeit und###Kurvenstabilität. Selbst üble###Asphaltflicken und Fahrbahnaufbrüche###bügeln die sensiblen Dämpferelemente###einfach weg.
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###Eine kleine Zigarettenpause an der###Ems gibt mir noch einmal Gelegenheit,###mit die tolle Verarbeitung und die mit###Liebe zum Detail gefertigten Anbauteile###genau zu betrachten. Fast unglaublich,###wie edel eine Tausender aussehen###kann, die mit ihrem Kaufpreis von###13.699,00 Euro nicht teuerer ist, als die###Mitbewerber in dieser Sportklasse.###Kritikpunkte sind einfach nicht zu finden,###sieht man mal über die eingeschränkte###Rücksicht in den dafür formschönen###und mit integrierten Blinkern bestückten###Rückspiegeln hinweg. Mehr gibt es###beim besten Willen nicht###herumzumeckern.